Wir verwenden Cookies, um bestimmte Funktionen unserer Website zu ermöglichen. Wenn Sie auf unserer Website weitersurfen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Selm +49 (2592) 9147-20

Integration

Integration

Inhalt

Seit jeher verlassen Menschen ihre Heimat. Immer geht es in der Integrationsdebatte um die Frage, ob Humanität und Solidarität Leitlinie unseres Handelns sein soll. Dieser Leitlinie folgt unter anderem die Willkommenskultur. Gleichzeitig lässt sich eine klare Tendenz zur Abgrenzung und Abweisung von Menschen(gruppen) in der Europäischen Union beobachten. Diskriminierung und rassistische Hetze in sozialen Medien haben auch in Deutschland zugenommen. Dabei ist klar: Deutschland ist ein Einwanderungsland – Gastarbeiter- und Spätaussiedlerfamilien sind ebenso Teil der deutschen Migrationsgesellschaft wie Geflüchtete. Etwa 20% der Menschen in Deutschland und mehr als 25% der Menschen in NRW sind eingewandert oder sind Kinder von Einwanderer*innen. Unter den Schüler*innen der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule Selm (SLS) hat sogar jedes dritte Kind mindestens einen Elternteil, der nicht in Deutschland geboren ist. Da die SLS regional eng mit dem von Arbeitsmigration geprägten Ruhrgebiet verbunden ist, ist die schulische Integrationsarbeit für den Abbau von Benachteiligung und Vorurteilen von besonderer Bedeutung.

 

Um die verschiedenen Ausgangs- und Lebenslagen der Kinder und Jugendlichen aufzufangen und sie erfolgreich in die Gesellschaft zu integrieren, muss ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden. Dies soll vor allem durch eine grundlegende schulische Bildung (vgl. Schwaiger/ Neumann, 2014) sowie die Vermittlung der deutschen Sprache ermöglicht werden (vgl. KMK, 2007). Die SLS verknüpft beides, indem einerseits alle Schüler*innen – auch alle neu zugewanderten – mit der Aufnahme Teil einer Regelklasse sind. Gleichzeitig erhalten Schüler*innen, deren Kenntnisse in der deutschen Sprache eine erfolgreiche Teilnahme am gesamten Unterricht nach der Stundentafel noch nicht ermöglichen, Sprachförderung in innerer und äußerer Differenzierung. Dabei wird in Kleingruppen nach individuellem Sprachstand differenziert. Durch die Zuweisung zu einer Regelklasse von Beginn an soll zudem die soziale Integration gefördert werden, um vor allem Chancen zu eröffnen und Potenziale zu fördern.